über uns

Herzlich Willkommen beim
DRK-Ortsverein Bad Gandersheim e.V.

Unser Ortsverein - eine starke Gemeinschaft...

Lernen Sie uns, das DRK-Bad-Gandersheim kennen. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und mehrere hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich in unserem Verein - für Sie und für die Bürger Bad Gandersheims. 
Zusammen mit dem Kreisverband Northeim/Göttingen sind wir in Bad Gandersheim eine starke und hilfsbereite Gemeinschaft!
Als Teil der weltweiten Rotkreuz-Gemeinschaft engagieren wir uns nicht nur für Sie in der Region Göttingen/Northeim. Wir stehen mit den anderen DRK-Einrichtungen in engem Kontakt und arbeiten regelmäßig in gemeinsamen Projekten zusammen. In Bad Gandersheim bieten wir Ihnen vor Ort zahlreiche Aktivitäten an, darunter:

Blutspende, Erste-Hilfe-Ausbildung, Kindertagesstätte, Jugendrotkreuz, Seniorenbetreuung, Hausnotruf, DRK-Geschäftsstelle.
Machen Sie  bei uns mit!!!              
Eine Beitrittserklärung finden Sie unter < Beitrittserklärung >
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Die 7 Grundsätze des Roten Kreuzes:
Menschlichkeit: Wir dienen Menschen. Aber keinem System.
Unparteilichkeit: Wir versorgen das Opfer. Aber genauso den Täter.
Neutralität: Wir ergreifen die Initiative. Aber niemals Partei.
Unabhängigkeit: Wir gehorchen in der Not. Aber nicht dem König.
Freiwilligkeit: Wir arbeiten rund um die Uhr. Aber nie in die eigene Tasche.
Einheit: Wir haben viele Talente. Aber nur eine Idee.
Universalität: Wir achten Nationen. Aber keine Grenzen.

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Zur geschichtlichen Entwicklung veröffentlichen wir einen Ausschnitt aus dem Vortrag, den der damalige 2. Vorsitzende, Dr. Köhler, anlässlich der 100-Jahr-Feier zu diesem Thema am 20. August 1988 gehalten hat:
"Nach dem grauenvollen Geschehen, der erbittert geführten Schlacht bei Solferino/Italien im Jahr 1859 mit dem schweren Leid, Siechtum und Tod vieler verletzter und verwundeter Soldaten setzte der Schweizer Henry Dunant seine ganze Kraft, sein Lebenswerk dafür ein, Menschlichkeit und Hilfe auch auf dem Schlachtfeld zu ermöglichen. Im Jahr 1863 wurde durch seine unermüdliche Arbeit das 1. Genfer Abkommen zwischen Staaten und Religionsgemeinschaften geschlossen - die Geburtsstunde des Roten Kreuzes weltweit. Das war vor 125 Jahren.
Zwei Jahre später wurde in den damaligen deutschen Staaten der Vaterländische Frauenverein - ein Glied des Roten Kreuzes - gegründet, und ich las in der Urkunde nachdenklich die Worte: „Im Notwendigen die Einheit, in den anderen Dingen die Freiheit, in allem die helfende Hand."
22 Jahre später, nach dem Erleben eines weiteren großen Krieges, wurde auch in Gandersheim der Vaterländische Frauenverein gegründet. Am 9. Februar 1988 haben wir den l00.-Geburtstag festlich begangen und unseren Echter Kameraden gedankt, die uns eine herrliche Urkunde übergeben konnten, in der unter anderem folgende Worte stehen: „Gottes Segen vereint die Kräfte, die sich dem Vaterland widmen. Deshalb bleibe vereint unsere Hilfsbereitschaft, die alle Bekenntnisse umfassend im Vaterländischen Frauenverein hilft, was es zu helfen gibt."
Wiederum waren es Frauen, wie so oft in der tausendjährigen Geschichte unserer Stadt, die eine segensreiche Aufgabe und Arbeit begannen. Und diese selbstverständliche Hilfe von Frauen - von Rote Kreuz-Schwestern - zieht sich wie ein roter Faden durch das Geschehen des Roten Kreuzes vor Ort. Beim Durchblättern der spärlich vorhandenen Akten und Aufzeichnungen, bei der Suche nach Unterlagen und bei Gesprächen habe ich versucht, die Arbeit vor Ort aufzuzeichnen. Vieles ist unvollständig geblieben, weil einfach Unterlagen fehlen. So möchte ich nur wenige Namen nennen.
Die Vaterländischen Frauenvereine trugen seit dem 4. August 1904 die Insignien des Roten Kreuzes. Nach den Aufzeichnungen standen damals dem Vaterländischen Frauenverein Frau Ober-Amtsrichter Müller, Frau Pastor Tacke und Frau Holst vor.
Folgende Aufgaben hatten sie sich gestellt: Allgemeine Wohlfahrtspflege, die beinhalten sollte, Hilfe für alle in Not - in Not durch Armut und durch Krankheit.
Welche Präzision des Notbegriffes! Haben wir heute auch noch den Mut, Begriffe genauer zu präzisieren? Außerdem gründeten sie eine Kochgemeinschaft für arme und alte Menschen wie für Wöchnerinnen. Ist nicht auch dieses ein Vorbild für die heutige Zeit!
Erst im Jahr 1914 wurde bzw. sollte der DRK-Kreisverband gegründet mit dem ausdrücklichen Vermerk, dass diese Gründung kein Konkurrenzunternehmen zu dem Vaterländischen Frauenverein sei. Unterlagen sagen aus, dass erst durch diesen Erlass 1916 der DRK-Kreisverband gegründet wurde. Von da an geht der Weg Kreisverband und der spätere Ortsverein parallel bis zur Auflösung des Altkreises Gandersheim im Jahr 1976.
Aufzeichnungen über Tätigkeiten im 1. Weltkrieg habe ich nicht gefunden.
Mit der Gründung der Sanitätskolonne im Jahr 1925 unter Leitung von Dr. Friedrich Zimmer begannen in Bad Gandersheim neue Aktivitäten mit Dr. Zimmer, dem das Rote Kreuz entscheidende Impulse zu verdanken hat. Nach Kursus und Prüfung stand eine Sanitätsbereitschaft von 45 Kameraden bereit.
Im Jahr 1932 wurde unter Leitung von Frau Binnewies der weibliche Sanitätszug gegründet, der Vorläufer unserer heutigen so erfolgreichen Verpflegungsgruppe.
Ab 1933 war der jeweilige Kreisdirektor Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes auf Kreisebene. Aufzeichnungen sind aus der damaligen Zeit durch Kriegswirren, Beschlagnahme durch die Besatzungsmacht und Vernichtung aus Angst vor politischer Verfolgung abhandengekommen. Hilfreich für die Arbeit des Roten Kreuzes war der Bau des DRK-Heimes, Am Küchengraben 1. Das Heim wurde am 8.12.1935 eingeweiht. Der Vaterländische Frauenverein gab dazu eine Spende von 2.000 RM. Über Auflösung des Vaterländischen Frauenvereins konnte ich keine Aufzeichnung finden.
Im 2. Weltkrieg gab es für das Rote Kreuz verantwortungsvolle und aufopfernde Arbeit. Die Sanitätsbereitschaft versorgte die Verwundetentransporte und übernahm die Nachtwachen. Die weibliche Bereitschaft war eingespannt im Lazarettdienst. Der Einsatz des Roten Kreuzes auf dem Bahnhof in Kreiensen hat viel Not gelindert und stets waren helfende Hände bereit.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden mit Förderung der britischen Kommandantur die Bereitschaften neu gegründet. Frau Martha Fehleisen trug die Verantwortung für die weibliche Bereitschaft, Herr Dr. Friedrich Zimmer für die männliche Bereitschaft.
Die Betreuung der vielen Flüchtlinge und der heimkehrenden Soldaten beanspruchten alle Kräfte der Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Freiwillig, wie selbstverständlich, wurde damals Unvergessliches geleistet. Als Beispiel ein Auszug aus der Tätigkeit beim Flüchtlingswerk auf dem Bahnhof Kreiensen des Roten Kreuzes im 1. Vierteljahr 1946: 52.000 Liter Kaffee wurden ausgeschenkt, 2.290 kg Brot und 102 kg Marmelade wurden ausgegeben, 3.500 Eintopfessen wurden gekocht, 450 Liter Milch wurden verteilt und 25 Zentner Kartoffeln gekocht. 54.900 Flüchtlinge, 85.800 Evakuierte und 31.200 Soldaten wurden in dieser Zeit betreut. Erwähnenswert ist noch ein erfolgreiches Wunschkonzert unter Mithilfe der englischen Kommandantur im Jahr 1948, dessen Erlös dem Nachforschungsdienst für Heimkehrerfragen zur Verfügung gestellt wurde. - diesem Suchdienst des Roten Kreuzes, der so unendlich viel Leid gemildert hat.
Erlauben sie mir ein paar Namen zu nennen, die immer wieder in den Aufzeichnungen auftauchten und mit dem Roten Kreuz eng verbunden waren und sind. Die Namensnennung kann nicht vollständig sein wegen fehlender Unterlagen und ist damit ohne jede Wertung. Frau Martha Fehleisen und Dr. Friedrich Zimmer sind wiederum zu nennen, die über Jahrzehnte dem Roten Kreuz, aufopfernd gedient haben. Aber auch die Namen Frau Emmi Holland-Kunz, Udo Cahn von Seelen, Frau Silvia Rall, Herr Erich Binnewies, Herr Prönecke, Herr Rügge, Herr Schröder, Herr Albrecht, Frau Käthe Ludewig, Herr Wilhelm Bohne möchte ich nennen. Um die Finanzen des Roten Kreuzes hat sich Herr Voss vorbildlich gekümmert. Ein großer Dank gehört unserem großen Spender Herrn Oltow(?). Allen, die beim Roten Kreuz mitgeholfen haben, den vielen helfenden Händen sei am heutigen Jubiläumstag herzlich gedankt.
Beim Durchblättern der Unterlagen fand ich auch einiges über den Krankentransport, der heute über die Rettungszentrale vorbildlich vom Roten Kreuz gewährleistet wird. Das erste Transportmittel war ein länglicher Korb mit vier Tragegriffen für 4 Personen. Dieser Korb wurde im Gepäckwagen der Reichsbahn deponiert. Dann kam ein vierrädiger Wagen mit Plane. Das Fahrgestell wurde bis zur Klinik gefahren und der Aufsatz per Hand in die Klinik getragen.
Im Jahr 1939 stellte die Motorsportschule ein sechssitziges Auto zur Verfügung. Im 2.Weltkrieg diente ein DKW-Personenwagen mit weißem Bettlaken mir rotem Kreuz als Transportmittel. Nach dem Krieg war es zunächst ein englischer Wagen.
Erlauben sie mir noch einige Worte über die Verpflegungsgruppe und Bereitschaft zu sagen. Die heutige Verpflegungsgruppe wurde im Jahr 1964 ins Leben gerufen. Aus den vorhandenen Aufzeichnungen habe ich Ausführungen von Frau Ruth Walter aus dem Jahr 1973 herausgenommen. Frau Ruth Walter, die heute noch so vorbildlich aktiv ist. Folgende Aktivitäten wurden 1973 durchgeführt: Altenwanderungen mit 536 Gästen, Busfahrten mit 1515 Gästen, Blutspendedienst für 784 Blutspender, 12 Altennachmittage, Faschingsfeier und Weihnachtsfeier mit Theateraufführung, packen von Weihnachtspäckchen, Einsatz bei Vereinsfesten, Volkslauf, Kindergarten, Gemeinde- und Schulfeste. Ausbildungsmöglichkeiten wurden besucht, wie Kurse für erste Hilfe, Küchentechnik, offene Altenhilfe, Verpflegung im Katastrophenfall, praktische Übungen im Katastrophenfall. Die Hilfe im Lager Friedland war selbstverständlich. Für all diese umfassenden Aufgaben war auch die Bereitschaft tätig und im Einsatz. Wie viele freiwillige Stunden sind da Jahr für Jahr geleistet worden! Wie selbstverständlich war das Rote Kreuz stets bereit bei Veranstaltungen der Gemeinschaften und Vereine in der Stadt sowie bei Notsituationen zu helfen. Die helfende Hand ist seit hundert Jahren in Bad Gandersheim unsere stille Verantwortung.
Das Jugendrotkreuz haben wir wiederum aktiviert.
Ich danke unseren Kindergärtnerinnen, die sich um diese Aufgabe mit anderen Helfern kümmern. Wir wollen versuchen, in diesen Jugendgruppen die große Idee des Roten Kreuzes "die helfende Hand" zu verdeutlichen. Von der Betreuung der Jüngsten im Kindergarten über das Jugendrotkreuz, den Bereitschaften und der Verpflegungsgruppe und mit der Hilfe und Betreuung unserer älteren Mitbürger erfassen wir alle Generationen unserer Stadt, versuchen ihnen zu helfen, Freude und Abwechslung zu bringen.
Als letzes möchte ich das jüngste Kind des Roten Kreuzes erwähnen, unseren DRK-Kindergarten. Am 11. Dezember 1954 wurde der Kindergarten im DRK-Heim im „Am Küchengraben 1“ eingeweiht, das Heim, das im Jahr 1958 in „Dr. Fritz Zimmer“- Heim umbenannt wurde. Seit 1965, fast bis zum heutigen Tage hat „Tante Ellen“ - Frau Müller - unseren Kindergarten betreut.
Heute feiern wir in den Räumlichkeiten des im Jahre 1971 erbauten DRK-Heimes in der Bleichewiese, für das wir durch einen Nießbrauchvertrag im Jahr 1987 als Ortsverein Verantwortung übernommen haben. Unser Kindergarten, die Bereitschaft, die Verpflegungsgruppe und das Jugendrotkreuz sind hier untergebracht. Erhebliche Investitionen zur Erhaltung sind notwendig geworden. Ich darf an dieser Stelle als Vorstandsmitglied die Bitte um finanzielle Unterstützung an den Landes- und den Kreisverband richten. Auch die Sorge um die finanzielle Ausstattung des Kindergartens ist bekannt. Meine Bitte an die Verantwortlichen unserer Stadt im Jubiläumsjahr unseres Ortsvereins, die Kindergärten in der Gesamtstadt etwa so zu bezuschussen, wie es in unseren Nachbargemeinden und Städten üblich ist.
Verehrte Festgäste, ich habe versucht, ihnen aus den zusammengetragenen Unterlagen einen Rückblick 100 Jahre Deutsches Rotes Kreuz in Bad Gandersheim zu geben. Unsere Zeit und die Zukunft werden den weiteren Weg unseres Ortsvereins bestimmen. Ich darf den heute Verantwortung Tragenden in der Verpflegungsgruppe, in der Bereitschaft, im Kindergarten und im Vorstand danken und unserem 1. Vorsitzenden - Herrn Dr. Zahn - weiterhin eine glückliche Hand wünschen. Möge die „helfende Hand" weiterhin unser Leitbild
bleiben."

Auf Dr. Zahn folgenten 2005 Herr Siegmund Gebauer und am 17. Juni 2011 Herr Torsten Meyer als Vorsitzende des Ortsvereins. Als neues Aufgabenfeld wurde 2010 der Hausnotruf ins Leben gerufen. Am 15. Juni 2013 gedachte der Ortsverein mit einem "Tag der offenen Tür" und zahlreichen Aktivitäten seinem 125-jährigen Bestehen.



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